My story

…ein langer Weg..

Vor ca. 7 Jahren hat „alles“ angefangen, als Gott mir im Gebet deutlich machte, dass er mich einmal in der Auslandsmission gebrauchen möchte. Ungefähr ein Jahr später kam Japan in mein Blickfeld. Und ich bekam die Gelegenheit, das Land in den Semesterferien für 2 ½ Monate kennen zu lernen. In dieser Zeit half ich einer deutschen Missionarsfamilie in Yokohama bei ihrer Arbeit. Obwohl ich fast komplett ohne Kenntnisse des Landes und der Kultur dort anreiste, hatte ich nach 2 Wochen das Gefühl: Ich gehöre dort hin! Und das hat mich seitdem nicht mehr verlassen.

und so bin ich auf dem Weg nach Japan…

momentan in Holland..

..äh, verkehrte Richtung?..

nur geographisch! (o;

Ich werde hier vom August 2009 bis Juli 2010 im Cornerstone (college for intercultural studies) studieren, als Vorbereitung auf meine Zeit in Japan.

14.Mai 2011 
Nun bin ich also schon einen Monat  in Japan!

Eigentlich sollte ich am 15. März ausreisen, doch nach dem schweren Erdbeben und Tsunami am 11. März war das erstmal nicht möglich. Ich weiss noch, ich sass den ganzen Tag wie paralysiert vor dem Fernseher und konnte nicht glauben was ich da sah, es war wie ein schlechter Film.
Und dann war es ein langes Warten und Überlegen, ob ich nun wirklich ausreisen soll oder nicht! Es war von Anfang an geplant, dass ich nach Shizuoka gehe um dort die Sprache zu lernen und in der Studentenarbeit der Navigatoren mitzuarbeiten. Shizuoka liegt südlich von Tokyo, hier hat die Erde zwar auch gebebt aber bei weitem nicht so oft und so stark. So dass ich dann am 15. April fliegen konnte! Danke an alle die in dieser Zeit mitgedacht und mitgebetet haben!
Ersteinmal hier angekommen wurde ich sehr herzlich aufgenommen, und nicht nur einmal hörte ich von den Japanern : “Jetzt wo die meisten Ausländer gehen, freut es  uns so, dass Du gekommen bist und bleiben willst.”
Und dann oft die Frage ob ich keine Angst habe. Die ich frohen Herzens mit :”Nein.” beantworten kann, denn Gott wacht über mein Leben, egal wo ich auf der Erde bin.
So bin ich also nun fleissig dabei die japanische Sprache zu erlernen.
Meine Lehrerin ist sehr kreativ und der erste Monat ging erstmal darum, dass ich durch den Alltag komme. So kann ich jetzt im Supermarkt die Grundsachen einkaufen, finde überall die Toilette und kann auch bei Starbucks alles auf japanisch abwickeln (o:
Nun noch etwas zu der Situation in der Erdbebenregion im Norden.
Meine Kollegen aus Shizuoka und Tokyo waren letzte Woche mit einer Gruppe Studenten in der Tohoku region , wo der Tsunami war um dort bei den Aufräumarbeiten mitzuhelfen. Gestern abend haben sie Bilder gezeigt und jeder der dabei war hat berichtet, und das mit belegter Stimme oder Tränen in den Augen. Es ist bedrückend wieviel Hoffnungslosigkeit die Verwüstung durch den Tsunami hinterlassen hat. Wir beten, dass Gottes Friede und seine Hoffnung für die Menschen in ganz besonderer Weise erfahrbar wird, dass sie nicht verzweifeln müssen sondern einen neuen Anfang wagen. Das Highlight der Woche war ein Grillabend mit Fleisch, Bier und Spielen (o: Ein Student sagt: ” Die Menschen waren so froh, endlich konnten sie einfach mal was normales geniessen und Spass haben.”